Das Dorf Vermogno

Ein kleines Steindorf zwischen Wäldern und Hängen, wo ein Projekt zur Dorfentwicklung einem Ort neues Leben schenkt, der viele Jahre lang still geworden war.

Nicht nur ein Aufenthalt, sondern eine Art zu leben

Vermogno ist ein altes Dorf, das sich in den Falten der Serra schmiegt und aus Steinhäusern, engen Gassen und schlichten Ausblicken besteht. Ein Ort, der von einem einfachen Alltag erzählt, der im Laufe der Zeit durch Gesten, Beziehungen und eine tiefe Verbundenheit mit der Region geprägt wurde.

Wie viele kleine Bergdörfer hat sich auch dieses Dorf im Laufe der Jahre zunehmend entvölkert. Die Häuser sind geblieben und bewahren in einer Art Schwebezustand die Erinnerung und die Identität des Ortes.

Heute entsteht aus dieser Situation eine neue Perspektive.

Der Backofen des Dorfes

Im Herzen von Vermogno befindet sich ein alter Gemeinschaftsbackofen, der vom Verein „Vermogno Vive“ wieder in Betrieb genommen wurde.
Gemeinschaftsbacköfen sind Orte, an denen Brot gemeinsam gebacken wurde – gemeinsame Momente, die die Bindungen zwischen den Menschen stärkten und den Rhythmus des Dorflebens prägten.
Auch heute noch zeugt dieser Ort von einer lebendigen und geeinten Gemeinschaft, nicht zuletzt dank des Engagements der lokalen Vereine, die das Dorf weiterhin beleben und seine Traditionen am Leben erhalten.

Die Goldsucher

In den Bächen, die das Gebiet um Vermogno durchfließen, ist die Tradition des Goldschürfens noch immer lebendig.

Es handelt sich um eine historische Tradition, die mit der geologischen Beschaffenheit der Gegend zusammenhängt und bei der Einwohner und Liebhaber jahrelang den Flusssand auf der Suche nach kleinen Goldkörnchen durchforstet haben. Auch heute noch wird diese Tätigkeit vom Verein „Associazione Biellese Cercatori d’Oro“ fortgeführt, der das Wissen darüber bewahrt und Vorführungen sowie öffentliche Veranstaltungen organisiert.

Eine direkte Möglichkeit, eine der einzigartigsten Traditionen der Region kennenzulernen.

Ein Ort, den man in aller Ruhe erleben sollte

Vermogno ist kein Reiseziel, das man nur kurz durchqueren sollte. Es ist ein Ort, den man in aller Ruhe genießen und Schritt für Schritt entdecken sollte.

Hier ist die Landschaft kein bloßer Hintergrund, sondern ein wesentlicher Bestandteil des Erlebnisses: die Wälder, die Wanderwege, die Lichtveränderungen im Laufe des Tages. All dies trägt dazu bei, eine intime, schlichte Atmosphäre zu schaffen, fernab vom hektischen Alltag.

Ein Aufenthalt im Dorf bedeutet, in eine ruhigere Welt einzutauchen, in der jedes Detail dazu einlädt, langsamer zu werden.

Borgodoro ist nicht nur ein Ort zum Übernachten, sondern ein Projekt, das einem Dorf neues Leben einhaucht und es zu einem Ort der Begegnung, des Erlebens und des Lebens macht.

Ein bereits lebendiges Dorf

Vermogno wird von einer aktiven Gemeinschaft und lokalen Vereinen geprägt, die die Traditionen und gemeinsamen Anlässe des Ortes am Leben erhalten.

Borgodoro fügt sich respektvoll in diesen Kontext ein und ergänzt eine bereits bestehende Struktur.

In Vermogno sind folgende Unternehmen tätig:

  • Associazione Vermogno Vive APS, der seit 1993 das Dorfleben mit Veranstaltungen sowie künstlerischen und sozialen Initiativen belebt, den Gemeinschaftsgeist fördert und die Traditionen bewahrt, unter anderem durch den Gemeinschaftsbackofen.
  • Associazione Biellese Cercatori d'Oro, der seit 1987 eine der weltweit wenigen festen Anlagen für die Goldsuche betreibt, die als internationaler Bezugspunkt für sportliche, pädagogische und touristische Aktivitäten gilt.
  • Ecomuseo della Valle Elvo e Serra, mit seinem dem Gold gewidmeten Ausstellungsbereich, der seit 2001 die jahrtausendealte Geschichte der Bessa erzählt und dabei Archäologie, Erinnerung und Region miteinander verknüpft.
  • Ente di Gestione della Riserva Naturale Speciale della Bessa, die die nachhaltige Nutzung des Gebiets durch das Besucherzentrum schützt und fördert, das als Anlaufstelle für Ausflüge und Bildungsangebote dient.
  • Erbass, mit dem im Jahr 2025 eingeweihten „Fitoalimurgico“-Garten, der das Wissen über essbare Wildpflanzen verbreitet und diese als kulturelle und gastronomische Ressource aufwertet.
  • Associazione Urban Kintsugi, die das Dorf durch zeitgenössische künstlerische und kulturelle Praktiken bereichert – dank des im Jahr 2024 eröffneten Dojos, das sich den östlichen Disziplinen und Wegen der inneren Suche widmet.
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